Zahnbleaching Techniken

Zahnbleaching Techniken

Welche Zahnbleaching Techniken gibt es?

Wer an einer Zahnaufhellung interessiert ist, hat grundsätzlich zwei Behandlungsmethoden zur Auswahl. Während die eine zu Hause durchgeführt werden kann, ist für die andere die Anwesenheit in einer Zahnarztpraxis notwendig.

Home Bleaching

Beim sogenannten “Home Bleaching” wird dem Patienten zunächst eine individuelle, dicht zum Zahnfleischrand abschließende Zahnschiene aus Kunststoff angefertigt. Diese wird zu Hause mit einem aufhellenden Gel befüllt, das Wasserstoffperoxid enthält. Je nach individueller Ausgangssituation muss die Schiene zwischen einer und acht Stunden getragen werden. Um das erwünschte Ergebnis zu erreichen, sind mehrere Behandlungen notwendig. Im Vergleich zur Zahnbleaching-Behandlung in einer Zahnarztpraxis ist diese Methode weniger wirksam, d.h. eine längere Behandlungsdauer ist für das selbe Ergebnis erforderlich.

In-Office-Bleaching

Eine andere Form der Zahnaufhellung ist das sogenannte „In-Office-Bleaching“ (oder auch “Power Bleaching” genannt). Diese Behandlung wird in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Die aufhellende Substanz, die über eine höhere Konzentration des Wirkstoffs verfügt als beim Home Bleaching, wird vom Zahnarzt oder einer speziell dafür ausgebildeten Zahnarzthelferin direkt auf die Zähne aufgetragen. Das Zahnfleisch und empfindliche Zahnhälse werden mittels einer Abdeckung geschützt. Die Behandlung, bei der der Effekt mit einer speziellen Lichtbestrahlung intensiviert werden kann, dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Bis zu zwei Sitzungen sind in der Regel ausreichend, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Walking-Bleach-Technik

Darüber hinaus kann bei bereits abgestorbenen Zähnen mit der sogenannten “Walking-Bleach-Technik” eine Aufhellung der Zahnfarbe erreicht werden, indem ein geeignetes Mittel in den Kanal eingefüllt wird, in dem sich früher das Zahnmark befand. Wenn nach einigen Tagen der Zahn aufgehellt erscheint, wird die Substanz wieder aus dem Zahn entfernt.

 

Zahnbleaching im Detail

Wer kann sich einer Zahnbleaching-Behandlung unterziehen?

Grundsätzlich sind professionell durchgeführte Behandlungen zur Zahnaufhellung risikoarm und schonend. Deshalb können sie all denjenigen, die sich weißere Zähne wünschen, nahezu uneingeschränkt empfohlen werden. Vor der eigentlichen Zahnaufhellung sollte allerdings immer eine gründliche Untersuchung des Gebisses durch den Zahnarzt stehen. Zum einen sollten Erkrankungen des Gebisses wie beispielsweise Karies zunächst behandelt werden, zum anderen kann auch durch eine professionelle Zahnreinigung ggf. bereits ein gutes Ergebnis erzielt werden. Auch bei bereits vorhandenem oder geplantem Zahnersatz ist es notwendig, dass die Patienten über die Folgen der Zahnaufhellung aufgeklärt werden, da die Farbe von Implantaten oder Keramikkonstruktionen sich durch das Zahnbleaching nicht verändert und diese eventuell angepasst werden müssen.

Warum verfärben sich Zähne?

Dass unsere Zähne im Laufe der Jahre ihr ursprüngliches Weiß einbüßen, hängt sowohl mit inneren als auch mit äußeren Faktoren zusammen. Mit steigendem Lebensalter werden die Zähne dunkler, da sich Abbauprodukte des Stoffwechsels in der Zahnsubstanz einlagern. Außerdem kommen Verfärbungen durch Lebensmittel hinzu, wobei besonders Tee, Kaffee und Rotwein, die regelmäßig genossen werden, zu sichtbaren Veränderungen der Zahnfarbe führen. Auch die Zähne von Rauchern sind stark von Verfärbung betroffen. Darüber hinaus können auch Medikamente wie beispielsweise Antibiotika, Erkrankungen der Zähne oder Mangelernährung zu einer dunklen Verfärbung der Zähne führen.

Verfärbungen der Zähne unterscheiden sich von bloßen Belägen dadurch, dass sich letztere mechanisch, zum Beispiel im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung, entfernen lassen, während erstere durch eine dauerhafte Einlagerung von Farbstoffen in der Zahnsubstanz unterhalb der Zahnoberfläche entstehen.

Wer sollte eine Zahnbleaching-Behandlung durchführen?

Wenn eine Zahnaufhellung erfolgen soll, ist es ratsam, diese von einem Zahnarzt oder einer speziell geschulten Zahnarzthelferin durchführen zu lassen. Bereits im Vorfeld der Behandlung kann so ermittelt werden, inwieweit eine Zahnaufhellung das geeignete Mittel ist, um dem individuellen Ziel näher zu kommen, oder ob mit einer professionellen Zahnreinigung nicht ebenfalls die störenden Verfärbungen entfernt werden könnten. Darüber hinaus ist es wichtig, eventuelle Erkrankungen abzuklären und sich Gewissheit über vorhandene Zahnprothesen zu verschaffen. Im Vergleich zu frei verkäuflichen Mitteln zur Zahnaufhellung ist die Behandlung beim Zahnarzt zwar teurer, aber wesentlich effektiver, da das verwendete Gel über eine vergleichsweise hohe Wirkstoffkonzentration verfügt. Zahnaufhellungsmittel, die in der Drogerie oder im Supermarkt erhältlich sind, sind teilweise wirkungslos. Der Zahnarzt sorgt auch dafür, dass bei der Behandlung keine Schäden entstehen bzw. die Zähne durch die anschließende Verwendung von Fluoridlack vor Schäden geschützt werden.